«Eine Reise. Das ist nichts zum Essen. Es war die Rede vom Sparschweinschlachten – das spricht den Magen an, und da wäre ein Poulet mit Trüffeln genau das Richtige.»

 

Eine bunt gemischte Gemeinschaft in einem abgelegenen französischen Dorf hat einen Verein gegründet, dessen Zweck das Kartenspielen ist. Nun ist das Sparschwein mit dem Spielgeld voll und soll für einen gemeinsamen Zweck geschlachtet werden. Nach heftigen Diskussionen einigt man sich auf ein Ziel für den Tagesausflug: Paris, die Hauptstadt des Universums, der Liebe und des Lasters.

 

Doch es kommt anders als geplant und die Vergnügungsreise droht im Fiasko zu enden. Was als aufregendes Abenteuer gedacht war, endet mit der Schreckensvision eines finanziellen Ruins von katastrophalen Ausmassen.

 

Wehe, wenn sie losgelassen! Die temporeiche Komödie spielt die Freuden und Gefahren durch, die aus dem Ausbruch aus den Normen provinzieller Wohlanständigkeit erwachsen. Das Stück lebt von herrlich schrägen Figuren, skurrilem Witz und überraschenden Verwicklungen.

 

Geschrieben hat «Das Sparschwein» Eugène Labiche. Die Uraufführung fand 1864 im Théatre du Palais Royal in Paris statt. Labiche, der «Parteigänger der guten Laune», war ein sehr geschäftstüchtiger Autor. Er schrieb, zusammen mit verschiedenen Angestellten, über 170 Komödien. In seinen heute wenig gespielten Lustspielen reichen sich ein spöttischer Humor, die Schlagfertigkeit des Dialogs und ein sicheres Gespür für die Gesetze der Bühne die Hand.

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