DIE 39 STUFEN

 


„Mit der Spionageklamotte "Die 39 Stufen" hat das Stadttheater Solothurn am Mittwoch ein brüllend komisches Stück zur Schweizer Erstaufführung gebracht: eine Art Bühnen-Cartoon, der Hitchcocks gleichnamigen Krimi zugleich würdigt und verulkt.

Am meisten gute Laune generieren dabei - man höre und staune in Zeiten der Krise! - die radikalen Sparmassnahmen, die der Autor Patrick Barlow für sein mehrfach preisgekröntes Stück ergriffen hat: Vier Schauspieler verkörpern ein paar Dutzend Figuren. Mario Gremlich und René-Philippe Meyer etwa wechseln pro Szene bis zu drei Mal die Identität.

(SDA, 26.11.2009)


„Ein Theaterabend zum Tränenlachen

Variété, Liebeskomödie und Kino-Persiflage: Überzeugende Schweizer Erstaufführung von Hitchcocks "Die 39 Stufen" am Theater Biel Solothurn.

Wer dachte, "Bunbury", von dem inzwischen bereits Zusatzvorstellungen angeboten werden müssen, sei punkto Humor und Unterhaltsamkeit der absolute Renner der Solothurn-Bieler Theatersaison, irrt. Die Hitchcock-Adaption "Die 39 Stufen", die am Mittwoch vom Solothurner Premierenpublikum stürmisch gefeiert wurde, stellt die Oscar-Wilde-Komödie mit Leichtigkeit in den Schatten und lässt das Publikum als eine ebenso locker wie temperamentvoll aufgezogene Mischung aus Variété, Liebeskomödie, Krimi-Veräppelung und Kino-Persiflage zweieinhalb Stunden lang nicht mehr aus dem Lachen herauskommen.

(Der kleine Bund, 27.11.2009)


„Das ganze Bühnenbild sowie die Kostüme (Fabian Lüdicke) sind in den Farben Schwarz, Weiss und Grau gestaltet: So wird dem Zuschauer gekonnt suggeriert, dass er sich mitten in einem Schwarz-Weiss-Film von Alfred Hitchcock befindet. Die berühmte, kühle Blondine, die in einem solchen Streifen nicht fehlen darf, trägt eine graue Perücke und die Schotten grau-weiss karierte Röcke. Mit viel Liebe zum Detail und dank raffinierten Kniffen verändert sich die Bühne von der schottischen Bauernstube zur Grossstadtkulisse oder auch zu einem "Fenster zum Hof".

(Berner Zeitung, 28.11.2009)


„Gastregisseur Christian Doll hat für seine Schweizer Erstaufführung von Patrick Barlows Kriminalkomödie "Die 39 Stufen" nach Hitchcock am Theater Biel Solothurn kräftig die Gagmaschine angekurbelt. (...)

Seiner Version von Barlows unerschrockener Kriminalkomödie nun mangelt es nicht an Steilvorlagen der Regie für ein abermals durch Mario Gremlich als Gast mit Alleinunterhalter-Flair ergänztes Kleinensemble, das weit über 100 Rollen stemmt und sich dabei mit kaum zu überbietender Agilität schadlos hält.

(Mittelland Zeitung, 28.11.2009)


„Situationskomik, Slapstik - wie i dä alte schwarzwiess Filme - es Augezwinkere do, en luute Lacher dört.

Witzigi Texte, iigstreuti Pointe: ou mit Lokalkolorit, wenn zum Biispiel d Saint Pauls Cathedral zur St. Urse-chile wird. (...)

"39 Stufen" ir Inszenierig vom Theater Biel-Soledurn - das isch Ungerhaltig uf besti Art - witzig und spannend - 2-e-halb Stung lang - vo Längwyli kei Spur.

(SR DRS, 27.11.2009)


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