TOP KIDS

Die Verteidigung der Freiheit

Schauspiel von Marianne Freidig

 

SCHWEIZER ERSTAUFFÜHRUNG

 


„Marianne Freidig hat einen nicht ganz einfachen Text geschrieben, sich oft mit Andeutungen begnügt, zugunsten einer beinahe kriminalistischen Schlusspointe. Sie kommt einer „Lösung“ gleich, die jedoch durchaus der Dürrenmattschen schlimmstmöglichen Wendung entspricht. (...) Katja Tippelts kühle Verena offenbart den Ekel vor den Zumutungen der kindlichen Vitalität, Samuel Streiff durchdringt seinen Michael in jeder Faser mit hedonistischem Unhabhängigkeitsdrang, und zwar ohne Ambivalenz. Die findet sich am ehesten noch bei Max (René-Philippe Meyer), der die Eskalation zu stoppen versucht, während Margit Maria Bauer Ingas intellektuellen Panzer nicht wirklich durchlässig macht. Wenn das Quartett sich am Schluss wieder ganz einträchtig zum Tennisspielen trifft, hat es gemeinsam ein Kind geopfert – und feiert den „Sieg“. Aber wo es nur Sieger gibt, macht das Spielen halt nicht richtig Spass.“

(Neue Zürcher Zeitung, 18.09.09)


„Für die Schweizer Erstaufführung von „Top Kids. Die Verteidigung der Freiheit“ hat Tassilo Tesche ein Bühnenbild beigesteuert, das die Machart des Stücks sehr schön vorwegnimmt: Über der ansonsten weitgehend leeren Bühne schwebt ein vielfältig verzweigtes Gerüst, das aus einem stilisierten Brustkasten herausragt und wie die Verkörperung ständig wachsender unlösbarer Probleme anmutet. (...) Sie (Regisseurin Anina La Roche) lässt den Abend im immer gleichen Tempo ablaufen, und sie setzt offenbar auf die feinen Bruchstellen im Text, auf die Ahnungen und Vermutungen, die, gegenläufig zu den mit Überzeugung vorgetragenen Behauptungen, eine tiefere, von elementaren Gefühlen und Erfahrungen bestimmte Dimension enthüllen.“

(Der Bund, 18.09.09) 


„Verkehrte Welt: In Marianne Freidigs „Top Kids“ bemühen sich zwei scheidungswillige Workaholics darum, das gemeinsame Kind an den jeweils anderen loszuwerden. Anina La Roche inszenierte das Stück am Theater Solothurn als Kammerspiel zwischen Farce und Tragödie.“

(SDA, 18.09.09)


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