«Die Liebe ist ein Feind, den man nicht durch Widerstand, sondern einzig durch die Flucht besiegt. »
Spanien im ausgehenden 16. Jahrhundert. Irgendwo mitten in der Pampa lebt der kleinadlige Alonso Quijano. Aus Langeweile verschlingt er einen Ritterroman nach dem anderen, bis er eines Tages nicht mehr aus seiner Traumwelt zurückkehrt. Er nennt sich selbst Don Quijote, seinen Gaul Rosinante und ein schlichtes Bauernmädchen wird zu seiner Angebeteten Dulcinea von Toboso. Als fahrender Ritter begibt er sich auf die Suche nach Heldentum und Gefahr. In seiner Fantasie werden Gasthäuser zu Burgen, Prostituierte zu Prinzessinnen und Windmühlen zu Riesen. Als er nach seinem ersten Abenteuer zusammengeschlagen nach Hause getragen wird, beschliessen die Menschen in seinem Dorf, die unglückseligen Bücher zu seiner Heilung zu verbrennen. Aber Don Quijote wäre kein wahrer Ritter, wenn er so einfach aufgeben würde …
Miguel de Cervantes’ Antiheld Don Quijote und seine Lust an der Realitätsflucht haben in Zeiten von Harry Potter, «Second Life» und iPod nichts an Aktualität verloren. Genauso überbordend, farbenfroh, schrill und verspielt werfen sich vier Schauspieler blindlings taumelnd in eine Welt aus Schein und Sein, Lust und Frust und bittersüsser Tragikomik. Denn Gründe zum Fliehen gibt es immer …
Mit «Don Quijote» beginnt das Theater Biel Solothurn eine Zusammenarbeit mit dem Masterstudiengang Regie der Hochschule der Künste in Zürich: Daniel Pfluger startet mit dieser Inszenierung seine berufliche Laufbahn als Regisseur.
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