«Man stirbt immer zu früh – oder zu spät. Und nun liegt das Leben da, abgeschlossen; der Strich ist gezogen, fehlt nur noch die Summe.»
Sie sind sich in ihrem Leben nie begegnet, nun, da sie tot sind, treffen Inés, Estelle und Garcin in einem geschmacklosen Hotelzimmer aufeinander. In einem absurden und messerscharfen Machtspiel versuchen sie, Herrschaft übereinander zu gewinnen.
Alle haben in ihrem Leben die Existenz anderer zerstört, also kann ihr jetziger Aufenthaltsort nur die Hölle sein. Aber was ist ihre Strafe? Wer ihr Peiniger? Und wieso hat man sie in diesem Raum zusammen gesperrt? Zufall oder Absicht? Die Türen sind jedenfalls verschlossen und ihre Gesellschaft wird so schnell kein Ende finden.
«Die Hölle, das sind die anderen.» – Dieser Kernsatz des Stückes ist schon längst zu einem geflügelten Wort geworden. In seinem Vorwort erklärt Sartre: «Die Beziehungen zu andern sind immer verwickelt und verdorben, so dass der andere nur zur Hölle werden kann. Warum? Weil die anderen im Grunde genommen das Wichtigste in uns für unsere Kenntnis über uns selbst sind.»
Der Philosoph, Schriftsteller und Journalist Jean- Paul Sartre gilt als der bedeutendste französische Intellektuelle des 20. Jahrhunderts. Der politisch engagierte Verfasser zahlreicher Romane, Erzählungen, Dramen, Essays und philosophischer Werke war Vordenker und Hauptvertreter des Existentialismus
zurück













